Freitag, 14. Dezember 2007

Sinn meiner Fotografie

Ich habe mich oft gefragt, warum ich mir eigentlich die Fotografie als Hobby ausgesucht habe. Nach einiger Überlegung bin ich darauf gekommen, dass nicht ich mir die Fotografie ausgesucht habe, sondern viel mehr die Fotografie auf mich zu kam. In meiner Arbeit mit Bits und Bytes ist das Auge oft nur mit trister monotoner Arbeit belastet. Unter immer dem selben Lichteinfluss werden Zeichen am Monitor gedeutet. Da schien mir die Fotografie eine gelungene Abwechslung zu sein, um meine Augen in Kombination mit meiner Kreativität ausgleichend zu beschäftigen. Es ist für mich Erholung, meine Augen bei der Fotografie und Bildbearbeitung mit Licht, Schatten und sonst nicht gesehenen Formen und Strukturen zu beschäftigen. Doch das gleicht nicht nur meine Augen aus, vielmehr wirkt sich meine fotografische Arbeit auch auf meinen Geist und mein Gemüt aus. Seit dem ich fotografiere, nehme ich meine Umwelt anders wahr. Ich blicke anders auf Landschaften und Dinge und achte auch anders auf die Menschen in meinem Umfeld. Durch die Fotografie von Menschen bin ich feinfühliger gegenüber Gestiken geworden und Kommuniziere auch ganz anders als vorher. Ich habe durch die Fotografie gelernt, Menschen zu deuten und ich habe durch mein fotografisches Hobby gelernt, meine Umwelt bewusster wahr zu nehmen. Ein Baum ist für den Fotograf nicht mehr nur einfach ein Baum, vielmehr besteht er jetzt aus Strukturen, Einzelheiten, Licht und Schatten, welche durch die Fotografie ins Bild gebracht werden. Der Baum besitzt eine Form und bekommt durch die Art und Weise, wie er dort steht und wie das Licht auf ihn fällt auch eine Stimmung und ich möchte sogar soweit gehen, dass ich ihm in dem Bild, welches ich von dem Baum mittels Fotografie und Bildbearbeitung entstehen lasse, sogar eine Seele gebe. Das ist Gottes Werk und das macht mich in meinem fotografischen Schaffen gottesgleich. Und das ist es, wonach der Mensch strebt, wenn er Kunst betreibt. Er strebt zu Gott.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hi, Jörg.
Die Aussage finde ich sehr schön und gelungen. Und was mich noch mehr anspricht ist die Tatsache, dass die Art deiner persönlichen Fotografie diese Aussage auch bestätigt. Es ist schön zu sehen, dass viel mehr Menschen durch die Digitalfotografie das Fotografieren für sich entdeckt haben. Wobei mir dieser "einfache Einstieg" in die digitale Fotografie so manches Mal beim Betrachten der "Werke", der selbsternannten Pro's ein leichtes Kopfschütteln abverlangt. Nichtsdestotrotz bringt sie aber auch viele tolle und inspirative Bilder hervor. Und wenn sie "nur" von talentierten IT-Spezialisten kommen...;o)
Ich vergleiche die Fotografie mit Surfen (Wellenreiten). Surfen ist für die "Surfgemeinschaft" nicht nur ein Sport. Es ist eine Lebenseinstellung. Ich hatte mal ein Shooting mit einigen Surfpro's und die besten Bilder der Session waren die Bilder, die diese Philosophie erahnen liessen. Stellt sich nur noch die Frage, wann das "richtige Surfen" digitalisiert wird. ;o)

Anonym hat gesagt…

Hi, Jörg.
Die Aussage finde ich sehr schön und gelungen. Und was mich noch mehr anspricht ist die Tatsache, dass die Art deiner persönlichen Fotografie diese Aussage auch bestätigt. Es ist schön zu sehen, dass viel mehr Menschen durch die Digitalfotografie das Fotografieren für sich entdeckt haben. Wobei mir dieser "einfache Einstieg" in die digitale Fotografie so manches Mal beim Betrachten der "Werke", der selbsternannten Pro's ein leichtes Kopfschütteln abverlangt. Nichtsdestotrotz bringt sie aber auch viele tolle und inspirative Bilder hervor. Und wenn sie "nur" von talentierten IT-Spezialisten kommen...;o)
Ich vergleiche die Fotografie mit Surfen (Wellenreiten). Surfen ist für die "Surfgemeinschaft" nicht nur ein Sport. Es ist eine Lebenseinstellung. Ich hatte mal ein Shooting mit einigen Surfpro's und die besten Bilder der Session waren die Bilder, die diese Philosophie erahnen liessen. Stellt sich nur noch die Frage, wann das "richtige Surfen" digitalisiert wird. ;o)

Mario hat gesagt…

mhh.. tja.. der logische Beruf des IT'ler hat mich auch zum kreative hobby Fotografieren gebracht.. Kein Workflow, keine Logische abhandlung, kein Security-Patche.. nur das Gefühl.. das Bild im Kopf.. den Anspruch aus einen leblosen Gegenstand eine Gesichte zu erzählen.. das Model in ihre Welt eintauchen lassen und ein Stück davon den Menschen draussen zu erzählen. Auch mein sehen hat sich verändert.. das tut es zwangsläufig, wenn man sich ernsthaft mit dieser Kunst beschäftigt.. aber noch bin ich nicht da angekommen wo ich gerne hin möchte aber ich bin auf den Weg dorthin.

Martin Grüne hat gesagt…

Danke!
virtueller datenraum

Toby Valentine hat gesagt…

ideals virtual data room